Das Brauereimuseum

Das Brauereimuseum Fürstenwalde informiert Sie umfassend über die lange Brautradition unserer Stadt. Entdecken Sie Ausstellungsstücke, hervorragend inszeniert, in der Kulisse des historischen Ratskellers. In zwei Vitrinen erfahren Sie alles, was die Braugeschichte zu bieten hat. Bereits 1451 wird das Bier aus Fürstenwalde urkundlich erwähnt. Finden Sie heraus, weshalb Fürstenwalde mit 104 Brauhäusern die zweitgrößte Braustadt Brandenburgs war. Oder welche Rolle das Fürstenwalder Bier für den Bischof und für das Bistum Lebus spielte.  Lernen Sie Krüger Kersten kennen, der im 16. Jahrhundert des Bieres wegen sein Leben lassen musste. Oder warum das Bier nicht nur schwere Schädel, sondern auch blutige Nasen verursachte.

Wie verhielt es sich mit dem Bier im 19. und 20. Jahrhundert? Mit dem Jahre 1810 begann für die Familienbrauereien ein schleichender Niedergang. Bis zu diesem Jahr bestand das Krugverlagsrecht, welches den Bierabsatz und die Brautradition sicherte. Dass sich mit der Industrialisierung natürlich auch die Herstellungsverfahren änderten ist klar, dass sich aber auch Berliner Großbrauereien, wie Schultheiss, Tivoli oder Patzenhofer in Fürstenwalde niederließen, wohl eher nicht. Noch weniger Leute wissen wahrscheinlich, warum Fürstenwalde ausschlaggebend für die Errichtung der ersten japanischen Brauerei war. Im Jahre 1936 stellte Familie Mord, als letzte Familienbrauerei in Fürstenwalde, das Brauen ein. Abgesehen von den Berliner Zweigniederlassungen endet damit die Brauereigeschichte unserer Stadt.

Da das Museum nicht nur über die Braugeschichte informiert, stellen wir zu dem die wichtigsten Zulieferer  vor. Mit Zulieferer sind jene Gewerke gemeint, die nicht explizit mit dem Brauprozess in Verbindung stehen.  Gemeint sind beispielsweise Böttcher, Töpfer und Zinngießer. Ebenso erfahren sie etwas über den Hopfenanbau, über die Landwirtschaft und über die Fürstenwalder Mühlen.